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Zu den Meldungen

Beiträge

Beiträge & Quellen

Aus Veranstaltung

Erosion der Rüstungskontrolle und europäische Sicherheit

Christoph Polajner nahm in Moskau an einer Sitzung des Trialogue Club International teil, auf der der russische Vizeaußenminister Ryabkov über die Zukunft der Rüstungskontrolle sprach. Der Bericht ordnet den schrittweisen Zerfall der Rüstungskontrollarchitektur ein: das Ende des ABM-Vertrags (2002), des INF-Vertrags (2019) und des Vertrags über den Offenen Himmel (2020/2021). Laut SIPRI erreichten die weltweiten Militärausgaben 2025 einen Höchststand.

Aus einer Veranstaltung, Bericht von Christoph Polajner, 16. April 2026

Quelle: Veranstaltungsarchiv
Vortrag

Deutsche Außenpolitik vor der Münchner Sicherheitskonferenz

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christian Hacke, bekennender Transatlantiker, analysierte im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz die deutsche und europäische Außenpolitik. Er benannte die fortgesetzte NATO-Osterweiterung als eine grundlegende Ursache des Krieges und riet Deutschland und der EU, sich stärker an eigenen Interessen zu orientieren. Seine Forderung nach deutschen Atomwaffen wurde in der anschließenden Diskussion kontrovers und mit Skepsis aufgenommen.

Vortrag von Prof. Dr. Christian Hacke, Moderation Alexander Rahr, Berlin, 16. Februar 2023

Quelle: Veranstaltungsarchiv
Fachgespräch

Eurasische Logistik: Korridore zwischen China, Europa und Zentralasien

Uwe Leuschner, langjähriger Logistikmanager für den Korridor zwischen China und Europa und Silk-Road Ambassador 2022, ordnete die Rolle Chinas in der eurasischen Logistik ein. Das Fachgespräch behandelte die Verbindung der chinesischen Seidenstraßen-Strategie mit der Europäischen Union sowie die chinesisch-russischen und chinesisch-zentralasiatischen Beziehungen und damit Chancen und Abhängigkeiten transkontinentaler Transportketten.

Fachgespräch mit Uwe Leuschner, Moderation Christoph Polajner, Berlin, 23. Mai 2023

Quelle: Veranstaltungsarchiv
Vortrag

Emigration, Identität und die Erinnerung Osteuropas

Der Künstler und Schriftsteller Haralampi G. Oroschakoff stellte sein Buch „Das Lächeln des Emigranten“ vor und zeichnete die Wege mehrerer Generationen osteuropäischer Emigranten in den Westen nach dem Zweiten Weltkrieg nach. Sein Vortrag verband Fragen verlorener und wiedergefundener Identität, Herkunft und Erinnerung mit einer künstlerischen Perspektive auf den kulturellen Austausch zwischen Ost und West.

Vortrag von Haralampi G. Oroschakoff, Berlin, 23. September 2022

Quelle: Veranstaltungsarchiv
Fachgespräch

Völkerrecht und Diplomatie im Ukrainekrieg

Ein Fachgespräch mit Prof. Dr. Norman Paech, Dr. Clivia von Dewitz und Tanja Galander behandelte völkerrechtliche und diplomatische Wege im Umgang mit dem Ukrainekrieg. Die Diskussion erörterte unter anderem Fragen der Strafverfolgung, eines möglichen Sondertribunals sowie Ansätze der Versöhnung.

Fachgespräch mit Prof. Dr. Norman Paech, Dr. Clivia von Dewitz und Tanja Galander, Berlin, 15. Juni 2023

Quelle: Veranstaltungsarchiv
Stellungnahme

Europa zwischen Energiekrise und geopolitischer Neuordnung

Die Energiefrage rücke zurück ins Zentrum der Geopolitik: Mit dem Bruch der Beziehungen zu Russland verliere Europa den Zugang zu sibirischen Rohstoffen, die sich nach Asien orientieren, während Spannungen am Persischen Golf zentrale Energierouten bedrohten. Steigende Kosten setzten die europäische Industrie unter Druck, während die USA und Asien profitierten. Der Beitrag fragt, wie Europa Stabilität sichern und seine Rolle neu bestimmen kann.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 10. März 2026

Stellungnahme

Kasachstan vor einer neuen Verfassung

Kasachstans Referendum über eine neue Verfassung ändere rund 77 Artikel und wirke innenpolitisch, besitze aber eine größere geopolitische Dimension. Als größter Staat Zentralasiens zwischen Russland, China und Europa verfolge das Land eine multivektorale Außenpolitik. Der Beitrag fragt, ob die Reform mehr Demokratie bringt oder vor allem Stabilität sichert und liest sie als Stärkung von Souveränität und Brückenrolle.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 11. März 2026

Stellungnahme

António Costa in Baku: warum der Südkaukasus für Europas Energiepolitik wichtiger wird

Der Besuch von Ratspräsident António Costa in Baku sei mehr als Routine: Angesichts der Energieunsicherheit infolge der Iran-Eskalation richte die EU den Blick auf Aserbaidschan und den Southern Gas Corridor. Bakus Zurückhaltung, orientiert an der Türkei, sei für Europas Versorgungssicherheit bedeutsam. Zugleich versuche Brüssel, die Region anzubinden und dabei Aserbaidschan und Armenien auszubalancieren, um das fragile Gleichgewicht nicht zu gefährden.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 13. März 2026

Stellungnahme

Steuert Europa in einen Versorgungskrieg um Energie und Dünger?

Die Eskalation im Nahen Osten werde zur globalen geoökonomischen Schocklage, die Europa treffe: Die Sperrung der Straße von Hormus verschärfe Energie- und Rohstoffmärkte. Besonders bei Düngemitteln – Russland und Belarus waren zentrale Anbieter – entstehe für Europa ein Engpass, weniger durch Mangel als durch Finanz-, Transport- und Versicherungshürden. Der Beitrag warnt vor europäischer Selbstblockade und fordert eine nüchterne Neubewertung.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 16. März 2026

Stellungnahme

Getrieben statt gestaltend? Europas Rolle im neuen Konflikt

Europa stehe vor einer strategischen Weggabelung und reagiere bislang nur unter Druck: Ein sich ausweitender Golfkonflikt könne zum globalen Rohstoff- und Versorgungskonflikt werden und Europas Verwundbarkeit neben dem Ukraine-Engagement erhöhen. Die Frage sei nicht, ob Europa handelt, sondern in welcher Rolle: ohne eigene Position drohe es, in eine fremdbestimmte Dynamik zu geraten. Der Beitrag sieht in der Diplomatie eine Chance, die Eskalation aufzuhalten.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 17. März 2026

Stellungnahme

Straße von Hormus, Sanktionen, Drohnenkrieg und Europas Rolle

Die Eskalation im Persischen Golf zeige, wie verletzlich die globale Ordnung geworden sei: Ein regionaler Konflikt belaste Energie, Lieferketten und Stabilität weit über die Region hinaus. Die Konfliktlogik verschiebe sich, günstige Mittel störten hochgerüstete Systeme, Sanktionen erodierten unter wirtschaftlichem Druck. Europa sei wirtschaftlich stark betroffen, aber nur begrenzt handlungsfähig und brauche eine eigene Linie: Diplomatie, weniger Abhängigkeiten, eine selbstbestimmte Sicherheitsposition.

Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 20. März 2026

Stellungnahme

Die neue Weltordnung und Europas schwierige Rolle darin

Die regelbasierte Weltwirtschaft verliere an Verbindlichkeit; Macht und Sicherheit rückten zurück ins Zentrum. Europa ersetze Märkte, statt sie strategisch zu erweitern; es betreibe Schadensbegrenzung statt Gestaltung und halte an einer Ordnung fest, die andere längst neu interpretierten. Der Kern-Widerspruch: Europa wolle geopolitisch mitgestalten, ohne die nötige Geschlossenheit. Stabilität entstehe nicht durch Blockbildung, sondern durch funktionierende Kooperation zwischen Akteuren mit unterschiedlichen Interessen.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 27. März 2026

Stellungnahme

Geopolitik verstehen: Warum wirtschaftliche Entscheidungen strategisches Denken erfordern

Die Welt ordne sich neu, das betreffe nicht nur die Politik, sondern auch Unternehmen, Investitionen und Märkte. Wipperfürth verweise auf die langfristigen Linien jenseits der Schlagzeilen: historische Interessen, geostrategische Positionierungen, energiepolitische Abhängigkeiten, gerade zwischen Europa und Russland. Energie sei ein Machtinstrument; Unternehmen müssten Versorgungssicherheit und politische Resilienz bewerten. Wer Märkte verstehen wolle, müsse geopolitische Verschiebungen einordnen können.

Stellungnahme von Dr. Christian Wipperfürth, 1. April 2026

Stellungnahme

Deutschland zwischen Anspruch und Realität: Energiepolitik im Stresstest

Deutschland erkläre seine Energiepolitik zur Transformation, die Märkte bewerteten sie als Risiko – eine strukturelle, keine Kommunikationslücke. Der gleichzeitige Ausstieg aus Kernkraft, Kohle und russischen Importen habe ein System geschaffen, das stark auf externe Beschaffung in einem volatilen Markt angewiesen sei. Deutschland sei nicht mehr Taktgeber, sondern Teil des Wettbewerbs um Energie; die Industrie gerate unter Druck. Wird Energiepolitik wieder zur Frage wirtschaftlicher Vernunft?

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 2. April 2026

Stellungnahme

Globale Verwerfungen, neue Realitäten: Wo strategische Chancen entstehen

Die aktuellen Entwicklungen markierten einen Wendepunkt für Märkte und Investitionen: Störungen bei Rohstoffen und Energie, fragile Lieferketten und Spannungen zwischen Wirtschaftszonen veränderten die Spielregeln. Die Risiken seien nicht mehr zyklisch, sondern systemisch; klassische Bewertungsmodelle griffen zu kurz. Neue Chancen entstünden dort, wo Versorgungssicherheit, Resilienz und Kooperation neu organisiert würden. Nur vernetztes Handeln und Diplomatie auf Augenhöhe sicherten stabile Märkte, bei voller staatlicher Souveränität.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 4. April 2026

Stellungnahme

Energiekrieg in Eurasien: Europa im strategischen Umbruch

Die globale Energieordnung verschiebe sich schneller, als die öffentliche Debatte zeige: Europa richte seine Energie- und Handelsachsen nach Zentralasien aus, um Abhängigkeiten zu lösen. Doch neue Spannungsfelder entstünden, Transitrouten würden politisiert, Kostenstrukturen änderten sich, selbst der Luftraum werde zum wirtschaftlichen Faktor. Was als Diversifizierung gedacht sei, werde zur komplexen Neuordnung von Einflusszonen. Stärkt Europa seine Position oder tauscht es nur Abhängigkeiten?

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 10. April 2026

Video-Stellungnahme

Südkaukasus: Knotenpunkt globaler Interessen

Energieversorgung, Handelsrouten und geopolitische Interessen machten den Südkaukasus zu einer Schlüsselregion für Europa. Im Video erläutert Alexander Rahr, welche Rolle die Region künftig spielen kann und warum neue Formen der Zusammenarbeit notwendig werden.

Video-Stellungnahme von Alexander Rahr, 26. April 2026

Stellungnahme

Völkerrecht: Quo vadis?

Die internationale Ordnung wirke stabil, doch ihr Fundament gerate unter Druck: Regeln würden zunehmend situativ statt strikt angewandt. Was als Ausnahme beginne, verändere schleichend die Logik internationalen Handelns. Jens Winkelmann analysiert, warum dies die Grundlagen des Völkerrechts berühre und welche Folgen sich für die Stabilität der internationalen Ordnung ergäben.

Stellungnahme von Jens Winkelmann, 28. April 2026

Bericht

Alexander Rahr beim Meinungsaustausch in Moskau

Bericht über einen Meinungsaustausch in Moskau (29. April 2026) mit Alexander Rahr: Überraschend hätten nicht die Ukraine, sondern der Nahe Osten und Iran im Mittelpunkt gestanden; die russischen Teilnehmenden seien uneins gewesen, eine direkte Unterstützung Teherans nicht erkennbar, China gelte als struktureller Profiteur. Beim Ukraine-Konflikt blieben die Positionen verhärtet. Mehrfach sei „Rapallo“ als Chiffre pragmatischer Annäherung gefallen. Fazit: Gesellschaftlich und akademisch bestehe weiter Dialogbereitschaft, politisch ungenutzt.

Bericht von Andreas Schraps, 1. Mai 2026

Stellungnahme

Neue Wege, alte Abhängigkeiten?

Die europäische Energiepolitik verschiebe sich und mit ihr die Grundlage unternehmerischer Entscheidungen: Neue Lieferketten, veränderte Abhängigkeiten und steigende Systemkosten wirkten direkt auf Investitionen, Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit. Der zugehörige Rundbrief frage, wo neue Risiken entstünden, welche Strukturen bestehen blieben und was daraus für unternehmerische Strategien folge. Energie sei nicht mehr nur operative Größe, sondern strategischer Faktor.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 5. Mai 2026

Stellungnahme

Geopolitische Veränderungen im postsowjetischen Raum

Die geopolitischen Veränderungen im postsowjetischen Raum entwickelten sich zu einem wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Schlüsselfaktor für Europa: Energieversorgung, Handelsachsen, Rohstoffsicherung, Infrastruktur, Sanktionen und neue Transportkorridore beeinflussten längst nicht mehr nur die Außenpolitik, sondern auch Unternehmen, Investitionsentscheidungen und Marktplanungen. Die Eurasien Gesellschaft begleite diese Entwicklungen mit Analysen und Hintergrund aus geopolitischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Perspektive.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 6. Mai 2026

Stellungnahme

Neue Analyse: Wer gestaltet den Weg zu Verhandlungen?

Der aktuelle Rundbrief frage, ob sich im Ukraine-Krieg ein neues diplomatisches Fenster öffne und welche Rolle Europa dabei spielen könnte. Die Analyse ordne Putins Äußerung zu Gerhard Schröder ein, blicke auf Berlin, Paris und London und frage, ob Europa politisch vorbereitet sei, einen möglichen Verhandlungsprozess aktiv mitzugestalten.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 11. Mai 2026

Stellungnahme

Wer kann für Europa mit Russland sprechen?

Die Analyse behandle eine für mögliche künftige EU-Russland-Gespräche zentrale Frage: Wer besitze Mandat, Erfahrung und diplomatische Anschlussfähigkeit, um Europa zu vertreten? Betrachtet würden Kaja Kallas, Gerhard Schröder, Angela Merkel, António Costa und Wolodymyr Selenskyj in sehr unterschiedlichen Rollen. Europa brauche keine spontane Personaldebatte, sondern eine belastbare Gesprächsarchitektur mit klarem Mandat, enger Einbindung der Ukraine und strategischer Zielsetzung.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 13. Mai 2026

Stellungnahme

Russlands Innenlogik verstehen: Warum Diplomatie mehr braucht als Schlagzeilen

Was bedeute der wachsende Druck auf Russland für Putin, den Kreml und die Wirtschaft und unter welchen Bedingungen könne ein Kriegsende möglich werden? Der Rundbrief argumentiere, Diplomatie dürfe nicht allein an offiziellen Erklärungen gemessen werden. Entscheidend sei der Blick auf die innenpolitische Lage, wirtschaftliche Belastungen, Machtstrukturen im Kreml und die tatsächlichen Spielräume für Verhandlungen.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 14. Mai 2026

Stellungnahme

China rückt ins Zentrum der neuen Weltordnung

Die Besuche von Donald Trump und Wladimir Putin in Peking markierten mehr als Routine; sie zeigten eine geopolitische Verschiebung: China stehe zunehmend im Zentrum internationaler Machtpolitik. Ohne China ließen sich die großen Fragen kaum noch verhandeln. Für Russland sei China ein entscheidender Partner, für die USA zeichne sich eine pragmatische Verständigung ab. Alexander Rahr analysiert, warum China von den Spannungen profitiere und die multipolare Ordnung längst keine Theorie mehr sei.

Stellungnahme von Alexander Rahr, 21. Mai 2026

Stellungnahme

Russland, Ukraine, Europa: Acht Punkte, die man kennen sollte

Der Beitrag ordne mögliche russische Positionen zu Gesprächen über ein Ende des Krieges und künftige Friedensverhandlungen ein. Grundlage seien wissenschaftlicher Austausch, fachliche Gespräche sowie die Auswertung politischer, historischer und diplomatischer Einschätzungen. Im Mittelpunkt stehe nicht politische Verhandlungsführung, sondern das Sichtbarmachen unterschiedlicher Perspektiven und deren sachliche Einordnung im Sinne der Völkerverständigung.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 28. Mai 2026

Stellungnahme

Europäische Positionen im Friedensprozess

Nach den mutmaßlichen russischen Positionen richte der zweite Teil den Blick auf die europäischen Vorstellungen, Leitlinien und Verhandlungsziele. Im Mittelpunkt stünden Fragen, die für Politik, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft bedeutsam seien: Welche Rolle könne die EU in einem künftigen Friedensprozess einnehmen? Welche Sicherheitsgarantien wären denkbar? Wie ließen sich territoriale Fragen, Wiederaufbau, Sanktionen und humanitäre Anliegen in eine tragfähige Friedensordnung einordnen?

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 29. Mai 2026

Stellungnahme

Warum Europa über Nationalismus, Kollaboration und Ukraine offener sprechen muss

Ausgehend von einer Diskussion über die Umbettung von Personen in der Ukraine, die mit nationalistischen und kollaborierenden Bewegungen des Zweiten Weltkriegs in Verbindung gebracht werden, frage der Beitrag, warum es dazu in Deutschland und der EU kaum öffentliche Kritik gebe. Eine veränderte, von osteuropäischen Erfahrungen geprägte Erinnerungskultur spiele eine Rolle; Geschichte werde zunehmend zur politischen Waffe. Unabhängig vom Kriegsausgang blieben die Konflikte um Erinnerung und Identität, Europa müsse dafür einen neuen Dialog ermöglichen.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 3. Juni 2026

Stellungnahme

Ostseeraum: Steigende Eskalationsrisiken und Handlungsbedarf

Der Ostseeraum entwickle sich zu einem sicherheitspolitischen Brennpunkt zwischen NATO und Russland; die NATO-Erweiterungen hätten Russlands Lage bei St. Petersburg und Kaliningrad verschlechtert. Als besonders riskant gälten offene Drohungen gegen Kaliningrad, Drohnenoperationen über baltischem Luftraum und mögliche Einschränkungen russischer Schifffahrt. Die größte Gefahr liege in einer schrittweisen Eskalation durch Fehlentscheidungen. Dr. Alexander Neu empfiehlt, diplomatische Kanäle, Krisenmanagement, Transparenz und regionale Vertrauensbildung zu stärken.

Stellungnahme von Dr. Alexander Neu, 4. Juni 2026

Stellungnahme

Deutschlands UN-Niederlage: Wer führen will, muss wieder sprechen lernen

Die gescheiterte deutsche Kandidatur für den UN-Sicherheitsrat sei ein Signal, nicht nur eine Panne und lasse sich nicht allein mit russischem Einfluss erklären. Deutschland wende das Völkerrecht „mit unterschiedlicher Lautstärke“ an, klar gegenüber Russland, vorsichtiger bei Gaza und Israel, was international registriert werde. Wer führen wolle, müsse zuhören und auch mit Gegnern sprechen. Der Beitrag fordert vier Konsequenzen: Gesprächsfähigkeit wiederherstellen, Brücken über gesprächsbereite Staaten nutzen, Völkerrecht konsequent anwenden und den Ton ändern.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 6. Juni 2026

Stellungnahme

Orthodoxie als politischer Faktor Europas

Der Konflikt zwischen dem Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel und dem Moskauer Patriarchat werde von vielen nicht primär als Konkurrenz kirchlicher Machtzentren gedeutet, sondern als tieferes Spannungsverhältnis zwischen einem transnationalen Einflussmodell und national verankerten Kirchen. Die Ukraine bilde die Bruchlinie; am Beispiel Griechenlands diskutiere der Beitrag die mögliche Herausbildung zweier Orientierungsmuster, eines westlich ausgerichteten und eines souveränitätsorientierten orthodoxen Raumes. Die Eurasien Gesellschaft entwickle dazu eine Dokumentation.

Stellungnahme von Alexander Rahr, 18. Juni 2026

Stellungnahme

Hormus, Gas und Realpolitik: Europa muss neu verhandeln

Die Straße von Hormus sei weit mehr als ein Krisenpunkt, ein empfindliches Nadelöhr der weltweiten Energieversorgung und damit ein Thema für Deutschland und Europa. Amerikanisches Flüssiggas werde die Lücken voraussichtlich nicht dauerhaft schließen. Europa müsse deshalb stärker mit osteuropäischen Partnern, dem Kaukasus und Aserbaidschan verhandeln; langfristig führe wohl auch an Russland kein Weg vorbei, wenn man die eigene Wirtschaft nicht beschädigen wolle. Alexander Rahr plädiert für Realpolitik statt Wunschdenken.

Stellungnahme von Alexander Rahr, 20. Juni 2026

Stellungnahme

Statement zur Beendigung des Ukraine-Krieges und zur künftigen Sicherheitsordnung Europas

Ein Expertenkreis der Gesellschaft erörtert Szenarien für ein Kriegsende: Ein Waffenstillstand stabilisiere die Volkswirtschaften nicht automatisch und die von Moskau gefürchtete Einkreisung habe sich eher verstärkt. Russlands Bündnissystem verliere an Bindekraft, Drohnenangriffe träfen seine Wirtschaft, Russland sei unter Druck, aber nicht am Ende. Die Gesellschaft sehe keine Alternative zu sofortigen Friedensverhandlungen zwischen EU und Russland, arbeite an einem Papier zur künftigen Sicherheitsarchitektur und rechne mit einer Ko-Habitation mit Russland.

Stellungnahme der Eurasien Gesellschaft, 2. Juli 2026

Interview

„Verfassungsreform ist Teil der diplomatischen Strategie Kasachstans“

Im Interview mit einer kasachischen Tageszeitung, nach dem Referendum mit 87,15 Prozent Zustimmung, argumentiert Alexander Rahr, die Verfassungsreform ziele nicht nur auf das innenpolitische System, sondern auf die Stärkung der außenpolitischen Position des Landes. Neue Institutionen wie Kurultai, Volksrat und Vizepräsidentenamt sollten die Regierungsführung demokratischer machen und Kontinuität sichern. Als größter Staat Zentralasiens mit multivektoraler Außenpolitik stärke Kasachstan seine Institutionen, um die Großmächte auszubalancieren und seine Brückenrolle auszubauen.

Interview von Alexander Rahr, 31. März 2026

Veranstaltung

Neue Energieinfrastrukturen: Zwischen regionaler Versorgung und globaler Neuordnung

Die Energieversorgung stehe an einem strukturellen Wendepunkt; neben Solar- und Windstrom gewännen dezentrale, technologiebasierte Lösungen an Bedeutung, die modular, netzunabhängig und schrittweise integrierbar seien. In einem moderierten Online-Fachgespräch am 9. Mai 2026 ordne die Gesellschaft technische und wirtschaftliche Fragen neuer Energieansätze ein, im Fokus Konzepte zur dezentralen Erzeugung von Strom und Wärme.

Veranstaltung von Andreas Schraps, 7. Mai 2026

Vortrag

Energiekrise, Sanktionen und industrielle Realität

Der Beitrag fasse den Vortrag von Wolfgang Hummel zur Frage zusammen, ob Deutschland dauerhaft ohne russisches Öl und Gas auskommen könne und welche Folgen dies für Industrie, Energiepreise, Raffineriestandorte und geopolitische Abhängigkeiten habe. Behandelt würden u. a. die Rolle der PCK-Raffinerie Schwedt, LNG-Importe und die Auswirkungen auf Chemie, Mittelstand und Wettbewerbsfähigkeit. Der vollständige Vortrag ist auf dem YouTube-Kanal veröffentlicht.

Vortrag von Wolfgang Hummel, 10. Mai 2026

Bericht

Wird Bratislava das Münster der Neuzeit?

Der Vienna Club PANAP habe mit dem internationalen Symposium „Bratislava City of Peace“ ein Zeichen für Dialog und europäische Verständigung gesetzt. Die Eurasien Gesellschaft sei eingebunden gewesen und habe Perspektiven zu Energie-Souveränität, geopolitischer Ordnung und Armeniens Rolle zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion eingebracht. Der zugehörige Rundbrief ordne das Thema Armenien mit seinen Chancen, Abhängigkeiten und Risiken ein.

Bericht von Eurasien Gesellschaft, 30. Mai 2026

Ankündigung

Rundbrief der Eurasien Gesellschaft gestartet

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In eigener Sache, Eurasien Gesellschaft

Zu den Beiträgen: Die Beiträge verlinken auf die jeweilige Originalquelle auf LinkedIn. Bei einzelnen Beiträgen wird der Quell-Link derzeit noch bestätigt und anschließend ergänzt. Veröffentlichungs- und Einbettungsrechte werden vor der Übernahme geklärt.